Die Campingwirtschaft in Deutschland festigt ihre Rolle als eine tragende Säule des heimischen Tourismus. Wie der Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland e.V. (BVCD) jetzt bekannt gab, schloss das Jahr 2025 mit einem historischen Rekordergebnis ab. Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen und wechselhafter Wetterlagen verzeichneten die deutschen Campingplätze ein deutliches Wachstum und trugen
maßgeblich zum neuen Übernachtungsrekord im Deutschlandtourismus bei.
Die Fakten im Überblick: Camping als Wachstumsmotor
Während die klassische Hotellerie im vergangenen Jahr leichte Rückgänge hinnehmen musste, setzte die Campingbranche ihren steilen Aufstieg fort:
Professionalisierung und Qualität im Fokus
„Camping ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Jede elfte Übernachtung in Deutschland findet mittlerweile auf einem Campingplatz statt“, betont Stefan Zierke, Präsident des BVCD. „Die Zahlen für 2025 belegen eindrucksvoll, dass die Sehnsucht nach naturnahem, flexiblem und nachhaltigem Urlaub ungebrochen ist. Unsere Betriebe haben massiv in Qualität und Digitalisierung investiert, was sich jetzt in der hohen
Gästezufriedenheit und den Buchungszahlen widerspiegelt.“
Positive Entwicklungen und regionale Highlights
Besonders hervorzuheben sind die Zuwächse in Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen und dem Saarland, die zweistellige Wachstumsraten verzeichneten. Wichtigstes Campingland auf Länderebene ist und bleibt Bayern. Auch der internationale Tourismus zeigte positive Impulse: Während der Gesamttourismus aus dem Ausland leicht rückläufig war, zog es wieder mehr Gäste aus den Niederlanden, Österreich und der Schweiz auf
deutsche Campingplätze. Camping hat zudem sehr positive Auswirkungen auch in weniger bekannten touristischen Destinationen. Viele Camper suchen sich schöne Landschaften abseits der touristischen Hotspots aus. Davon profitieren insbesondere ländliche Räume.
Ausblick 2026: Nachhaltigkeit und Innovation
Für das laufende Jahr 2026 blickt der BVCD optimistisch in die Zukunft. Die Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie zum 1. Januar 2026 wird zusätzliche positive Effekte für die Platzgastronomie und die Attraktivität der Standorte haben. Die Mehrwertsteuererhöhung für touristische Dienstleistungen in den Niederlanden kann zudem die Attraktivität der deutschen Campingplätze steigern. Schwerpunkte der Verbandsarbeit
bleiben die Unterstützung der Betriebe bei der Energietransformation, der Ausbau der digitalen Buchbarkeit sowie die Gewinnung von Fachkräften, um das hohe Serviceniveau zu halten.
„Camping ist mehr als nur Urlaub – es ist ein Lebensgefühl, das für Freiheit und Respekt gegenüber der Natur steht“, so Zierke abschließend.
Über den BVCD e.V.:
Der Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland e.V. (BVCD) ist der Dachverband der Campingplatzunternehmer in Deutschland. Er vertritt die Interessen der Branche gegenüber Politik und Wirtschaft und setzt sich für die Förderung von Qualität und Nachhaltigkeit im Campingtourismus ein.
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